Jahrgangsbericht 2013

Der Jahrgang 2013 wird uns in Erinnerung bleiben, denn das Weinjahr mit seinen Wetterkapriolen hat uns ganz schön auf Trab gehalten.

Der Winter hatte es sich gemütlich gemacht, mit anhaltender Kälte und ordentlich Schnee. Entsprechend spät begann der Austrieb und auch die Rebblüte setzte um etwa zwei Wochen später ein – im langjährigen Durchschnitt gesehen allerdings ein „normaler“ Zeitpunkt. Das sehr regnerische, nasskalte Wetter führte teilweise zu schlechter Befruchtung und starker Verrieselung, danach gab es rasantes Triebwachstum. Für uns hieß das, der Laubarbeit viel Zeit und Sorgfalt zu schenken. Glücklicherweise blieben unsere Lagen vom Hagel verschont.

Der Sommer 2013 meinte es mit den Temperaturen fast zu gut, bei extremer Hitze fiel fast acht Wochen kein Tropfen Regen. Die lang anhaltende Trockenheit verringerte die Assimilation der Reben und die Beeren blieben relativ klein. Langsam machten sich auf so mancher Winzerstirn Sorgenfalten breit, als Ende August doch ein Wetterumschwung eintrat: Knapp vor Lesebeginn gab es endlich die notwendigen Niederschläge, die Vegetation konnte sich entspannen.

Am 16. September hieß es Start frei für die Lese, die wir in nur wenigen Tagen mit unserem bewährten Team durchführen konnten. Als erste Sorte wurde der Neuburger geerntet (17 °KMW), den Schlusspunkt am 21. September setzten Cabernet Sauvignon und Merlot (20,5 °KMW). Die Wettermacher der Natur waren uns gewogen, wir hatten sehr gutes Lesewetter, wenig Niederschläge und nur gelegentlich Frühnebel. Und das Allerwichtigste: Das Traubenmaterial war kerngesund und hochreif – eine erneute Bestätigung der Strategie „weniger Ertrag = mehr Qualität“.

Sie fragen jetzt natürlich: Und wie ist der Wein geworden? Die Weißweine gefallen mit erfreulicher Säurepikanz und angenehmer Fruchtigkeit, ein Nebeneffekt der eher kleinen, doch sehr aromatischen Beeren. Viel Freude haben wir schon jetzt mit den Rotweinen: von der faszinierenden Farbtiefe bis zur reifen Tanninstruktur. Doch bis zum ersten Höhepunkt wollen sie noch einige Zeit zur Reife, die wir ihnen gerne gönnen. Für Jungweinfans sind mit Grünem Veltliner und Welschriesling frische, beschwingte Weißweine im Verkauf – ideale Begleiter zu Gans und Co.